Seit mehr als 100 Tagen währt die historische Protestwelle, die mit dem Tod von Jina Mahsa Amini am 16.9.2022 ihren Anfang nahm. Demonstrationen ebben im ganzen Land nicht ab und sehr deutlich wird an den Slogans und den Bannern der Proteste, dass ein totaler Systemwechsel, eine Revolution gefordert wird. Währenddessen formiert sich die revolutionäre Opposition neu, gerade weil jeglicher Widerstand seit der Islamischen Revolution von 1979 kriminalisiert und ins Exil gedrängt wurde. Umso mehr stellt sich nun die Frage, wer diese Opposition leiten kann, wie diese organisiert werden muss und wie vergangene Fehler vermieden werden können. Eine gemeinsame Neujahrserklärung von verschiedenen berühmten Persönlichkeiten der iranischen Diaspora, darunter der Sohn des ehemaligen Schah und die Aktivistin Masih Alinejad ruft jetzt zur Einheit diasporischer Akteure auf.
Nur die Wahl zwischen Krone und Turban? – Rosa-Luxemburg-Stiftung (rosalux.de)
